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Olympiastadion Berlin: Wo Geschichte und Fußball aufeinandertreffen

Es gibt Stadien, die man betritt und sofort weiß, dass man an einem besonderen Ort ist. Das Olympiastadion Berlin ist eines davon. Kein modernes Konstrukt aus Glas und Stahl, kein Neubau auf der grünen Wiese, kein gesichtsloses Multifunktionsarena-Gebilde. Das Olympiastadion Berlin ist ein Ort mit Gewicht, mit Geschichte, mit einer Aura, die sich nicht nachbauen lässt. Wer es noch nicht besucht hat, hat eine der eindrucksvollsten Groundhopping-Adressen Europas noch vor sich. Lage und Anreise

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Olympiastadion Berlin: Wo Geschichte und Fußball aufeinandertreffen

Es gibt Stadien, die man betritt und sofort weiß, dass man an einem besonderen Ort ist. Das Olympiastadion Berlin ist eines davon. Kein modernes Konstrukt aus Glas und Stahl, kein Neubau auf der grünen Wiese, kein gesichtsloses Multifunktionsarena-Gebilde. Das Olympiastadion Berlin ist ein Ort mit Gewicht, mit Geschichte, mit einer Aura, die sich nicht nachbauen lässt. Wer es noch nicht besucht hat, hat eine der eindrucksvollsten Groundhopping-Adressen Europas noch vor sich.

Lage und Anreise

Das Olympiastadion liegt im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, im Westteil der Stadt, rund sieben Kilometer vom Brandenburger Tor entfernt. Die Adresse lautet Olympischer Platz 3, 14053 Berlin. Mit der U-Bahn und S-Bahn ist das Stadion hervorragend erreichbar, die Station Olympiastadion liegt direkt am Gelände. Vom Berliner Hauptbahnhof sind es mit der S-Bahn rund 20 Minuten.

Das Stadiongelände ist weitläufig. Rund um die Arena befinden sich der Maifeld, der Glockenturm, das Schwimmstadion und das Sportforum, alles Teil des historischen Ensembles aus den 1930er Jahren. Wer früh genug kommt, sollte mindestens eine Stunde für das Gelände einplanen, bevor der Anpfiff ertönt.

Geschichte: Von 1936 bis heute

Die Geschichte des Olympiastadions beginnt im Jahr 1934, als mit dem Bau im Auftrag des nationalsozialistischen Regimes begonnen wurde. Entworfen von Werner March, wurde das Stadion für die Olympischen Sommerspiele 1936 eröffnet, die unter dem Motto "Die Spiele der Jugend der Welt" liefen und unter der Kontrolle des NS-Regimes standen. Jesse Owens gewann in Berlin vier Goldmedaillen und widerlegte damit die rassistische Ideologie der Gastgeber auf dem Rasen, wo es zählte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg lag das Stadion im britischen Sektor Berlins und wurde weiter genutzt, zunächst von den britischen Streitkräften, später wieder für den Sport. Hertha BSC spielte ab den 1960er Jahren im Olympiastadion, und als der Verein 1968 in die Bundesliga aufstieg, begann eine neue Ära für das Stadion als Fußballheimat.

Zwischen 2000 und 2004 wurde das Olympiastadion für insgesamt 242 Millionen Euro grundlegend saniert und modernisiert. Ein neues Membrandach überspannt seitdem die Tribünen, die Kapazität wurde auf rund 74.000 Plätze für Fußballspiele festgelegt, darunter über 11.000 Stehplätze auf der Ostkurve. Das Spielfeld wurde abgesenkt, die Laufbahn saniert und die gesamte Infrastruktur erneuert, während die historische Fassade aus Muschelkalk erhalten blieb.

2006 war das Olympiastadion Austragungsort des FIFA-WM-Finales zwischen Italien und Frankreich, das nach Verlängerung und Elfmeterschießen mit 5:3 für Italien endete. Das Bild von Zinedine Zidane, der nach seinem Kopfstoß gegen Marco Materazzi vom Platz geführt wird, gehört zu den ikonischsten Momenten der Fußballgeschichte, und es entstand hier, in Berlin.

2015 war das Olympiastadion Gastgeber des UEFA Champions-League-Finales zwischen FC Barcelona und Juventus Turin (3:1 für Barça). Und 2024 fand hier das Finale der UEFA Europameisterschaft statt, als Spanien England mit 2:1 besiegte.

Hertha BSC: Die Heimelf im größten Stadion der Bundesliga

Hauptmieter des Olympiastadions ist Hertha BSC. Der Verein spielt aktuell in der 2. Bundesliga und kämpft um die Rückkehr in die Erstklassigkeit. Das Olympiastadion ist mit rund 74.000 Plätzen das größte Fußballstadion Deutschlands, was regelmäßig zu einem besonderen Kontrast führt: Wenn Hertha in der 2. Bundesliga spielt, können die Besucherzahlen je nach Tabellensituation und Gegner stark schwanken. Ausverkaufte Heimspiele sind in der zweiten Liga seltener, was die Atmosphäre bei schlechtem Lauf dünn werden lassen kann.

Aber wenn das Olympiastadion voll oder fast voll ist, ist es eines der eindrucksvollsten Erlebnisse im deutschen Fußball. Die Ostkurve mit ihrer Stehplatztribüne gilt als eine der stimmungsvollsten in der ganzen Liga, der Klang in dieser riesigen Schüssel ist einmalig und das Bild des beleuchteten Dachs bei Flutlichtspielen gehört zu den schönsten im deutschen Fußball.

Die Architektur: Muschelkalk und Membrandach

Was das Olympiastadion so besonders macht, ist die Spannung zwischen alt und neu. Die Fassade aus gelblichem Muschelkalk, die Torbögen, die Säulen und die skulpturalen Elemente außen am Stadion stammen aus den 1930er Jahren und stehen unter Denkmalschutz. Dahinter verbirgt sich eine moderne Arena mit hochmoderner Infrastruktur, ausgezeichneter Sichtlinie von jedem Platz und einem Membrandach, das die gesamte Tribünenfläche überdacht.

Besonders eindrucksvoll ist das Marathontor auf der Westseite, durch das der Blick auf den Glockenturm und das Maifeld fällt. Es ist absichtlich offen gelassen, um den Ausblick und die Verbindung zur umgebenden Anlage zu erhalten. Dieses architektonische Detail macht das Olympiastadion zu einem der fotografisch reizvollsten Stadien überhaupt.

Konzerte und Events: mehr als nur Fußball

Das Olympiastadion ist nicht nur Fußballstadion, sondern eine der bedeutendsten Veranstaltungsstätten Europas. Die Rolling Stones haben hier gespielt, ebenso wie Michael Jackson, Rammstein, U2, Beyoncé, Taylor Swift und viele andere. Für Groundhopper, die an einem Nicht-Spieltag in Berlin sind, lohnt sich eine Stadionführung, die regelmäßig angeboten wird und Einblicke in die Geschichte des Ortes und die Architektur gibt.

Groundhopping im Olympiastadion: Was du wissen musst

Für Groundhopper ist das Olympiastadion ein Pflichtbesuch, aber einer mit Vorbereitung. Das Gelände ist weitläufig, Einlasskontrollen dauern länger als in kleineren Stadien und der Weg vom Eingang zum Sitzplatz kann je nach Sektor einige Minuten in Anspruch nehmen. Früh da sein lohnt sich.

Die Atmosphäre variiert stark je nach Spielklasse, Gegner und Tabellensituation. Ein Topspiel in der Bundesliga mit 70.000 Zuschauern ist ein komplett anderes Erlebnis als ein Zweitliga-Alltag mit 30.000. Beide sind als Groundhopper interessant, aber für unterschiedliche Gründe.

Besonders empfehlenswert sind Flutlichtspiele. Das beleuchtete Dach, die Kulisse und die Akustik bei Nacht verwandeln das Olympiastadion in einen Ort, der schwer zu beschreiben und noch schwerer zu vergessen ist.

Olympiastadion Berlin in der Ground Hoppers App

Das Olympiastadion Berlin ist in der Ground Hoppers App als Ground hinterlegt. Du findest Hertha-Spiele direkt im Nearby-Screen oder im Spielplan, checkst beim Betreten des Geländes ein und hast den Besuch dauerhaft in deiner persönlichen Groundhopping-Statistik gespeichert. Wer das Olympiastadion auf seiner Liste hat, kann es abhaken, wer es noch nicht hat, weiß, was als nächstes ansteht.

Die Ground Hoppers App zeigt dir außerdem alle anderen Berliner Grounds in der Umgebung, von Union Berlins Stadion An der Alten Försterei bis zum Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark und den zahlreichen Kleingrounds in den Berliner Bezirken. Berlin ist für Groundhopper ein Wochenendprogramm für sich.

Jetzt herunterladen:

Apple App Store: https://apps.apple.com/app/ground-hoppers-app/id6761360137

Google Play Store: https://play.google.com/store/apps/details?id=app.groundhoppers.mobile

Fazit: Das Olympiastadion ist kein Stadion, es ist ein Erlebnis

Wer das Olympiastadion Berlin zum ersten Mal betritt, braucht einen Moment. Die Weite, die Höhe, das Muschelkalk, das Dach, der Ausblick durchs Marathontor auf den Glockenturm. Das ist kein normales Fußballstadion. Es ist ein Ort, an dem Geschichte gebaut wurde, gute und schlechte, und der diese Geschichte noch immer in seinen Mauern trägt.

Für Groundhopper ist es einer der unverzichtbaren Orte in Deutschland. Nicht weil Hertha gerade in der Champions League spielt. Sondern weil dieses Stadion mehr erlebt hat als die meisten von uns. Und weil man das spürt, vom ersten Schritt hinein bis zum letzten Blick zurück beim Rausgehen.


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Ground Hoppers App Team

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